Schmerzen im Körper während der Wechseljahre können diffus und wechselnd sein: Muskelkater, steife Gelenke, Verspannungen im Rücken oder "schwere" Beine. Bei manchen tritt es allmählich auf, bei anderen plötzlicher. Das Wichtigste ist, dass Sie die Symptome ernst nehmen und praktisch und ruhig mit ihnen arbeiten, ohne voreilig Rückschlüsse auf die Ursache zu ziehen. Im Folgenden erhalten Sie konkrete, alltagsnahe Maßnahmen und Anzeichen dafür, wann es sinnvoll ist, mit einem Arzt zu sprechen.
Muskel- und Gelenkschmerzen in den Wechseljahren
Viele erleben Muskel- und Gelenkschmerzen in den Wechseljahren. Es ist bekannt, dass hormonelle Veränderungen eine Rolle bei mehreren Körperfunktionen spielen, aber Schmerzen können auch mit Schlaf, Stress, geringerer Regeneration oder veränderter Belastung des Körpers zusammenhängen.
Probieren Sie eine einfache "kurz und oft"-Strategie aus
- Bewegen Sie sich in kurzen Intervallen über den Tag verteilt (z.B. 5-10 Minuten am Stück).
- Wechseln Sie zwischen Gehen, leichtem Krafttraining und Mobilität, damit nicht dieselben Bereiche überlastet werden.
- Notieren Sie sich 1-2 Wochen lang, was die Beschwerden verschlimmert und was Linderung verschafft, damit Sie mit Fakten statt Bauchgefühl anpassen können.
Steifheit im Körper während der Wechseljahre
Steifheit ist oft morgens oder nach längerem Sitzen am stärksten spürbar. Hier geht es typischerweise darum, den Kreislauf und die Gelenke in Schwung zu bringen, ohne sich zu überanstrengen.
Eine Routine, die realistisch einzuhalten ist
- Beginnen Sie ruhig: 2-3 Minuten mit Schulterkreisen, Hüftkreisen und Knöchelbewegungen.
- Nutzen Sie Wärme oder ein warmes Bad, wenn es Ihnen hilft, sich freier zu bewegen.
- Planen Sie "Mikropausen" ein, wenn Sie viel sitzen: Stehen Sie alle 30-60 Minuten auf.
Rückenschmerzen in den Wechseljahren
Rückenschmerzen können durch Verspannungen, veränderte Muskelkraft und alltägliche Belastungen verstärkt werden. Wenn der Schmerz Ihre Funktion beeinträchtigt, kann es relevant sein, Technik, Ergonomie und ggf. Übungen bei einem Fachmann (z.B. Physiotherapeuten) beurteilen zu lassen.
Praktische Griffe, die Sie testen können
- Variation schlägt Perfektion: wechseln Sie häufig die Arbeitsposition.
- Stärken Sie sanft den "Rumpf": Übungen wie Bird-Dog, Glute Bridge oder seitliche Planke auf den Knien.
- Heben Sie nah am Körper und vermeiden Sie Verdrehungen unter Belastung.
Schmerzen in Beinen und Hüften während der Wechseljahre
Schmerzen in Beinen und Hüften können von Muskelverspannungen bis zur Überlastung reichen. Wenn Sie mehr (oder weniger) gehen als zuvor, kann der Körper reagieren.
Die Belastung gleichmäßiger gestalten
- Erhöhen Sie die Aktivität schrittweise, besonders wenn Sie kürzlich begonnen haben.
- Priorisieren Sie Stabilität: Gleichgewichtstraining und leichtes Krafttraining um die Hüften können hilfreich sein.
- Berücksichtigen Sie Schuhe und Untergrund, wenn Sie häufig schmerzende Füße, Knie oder Hüften bekommen.
Wann sollten Sie einen Arzt kontaktieren?
Es ist ratsam, einen Arzt zu kontaktieren, wenn die Schmerzen neu sind, zunehmen oder wenn Sie unsicher bezüglich der Ursache sind. Suchen Sie auch eine Beurteilung bei z.B.:
- Schwellung, Rötung oder Wärme in einem Gelenk
- Fieber, unerklärlichem Gewichtsverlust oder ausgeprägten nächtlichen Schmerzen
- Gefühlsstörungen, ausstrahlenden Schmerzen oder Kraftverlust
- Schmerzen nach Sturz oder Verletzung
Produkte für Komfort und Unterstützung im Alltag (optional)
Wenn Sie feststellen, dass Ihr Lendenbereich oder Becken schneller ermüdet, kann leichte Unterstützung manchmal mehr Komfort im Alltag bieten, ohne selbst eine „Behandlung“ zu sein. Zwei Optionen, die möglicherweise relevant sind, sind:
- Stützgürtel (können in Phasen der Empfindlichkeit zusätzliche Stabilität um den Lendenbereich und den Bauch geben)
- Nahtloses Schwangerschafts-Stützband (eine weiche, nahtlose Lösung für sanfte Unterstützung, wenn Sie sich am wohlsten fühlen, ohne dass etwas eng anliegt)
Wenn Sie Unterstützung wählen, nutzen Sie diese als Ergänzung zu Bewegung und guten Pausen und hören Sie auf, wenn es sich unangenehm anfühlt oder Ihre Symptome verstärkt.
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