Schwangerschaftsdiabetes (auch GDM genannt) ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel, der während der Schwangerschaft auftritt. Das kann frustrierend sein, denn viele merken überhaupt nichts, und gerade deshalb wird den meisten in der Schwangerschaft ein Screening angeboten. Hier erhalten Sie eine praktische Anleitung, welche Symptome von Schwangerschaftsdiabetes Sie beobachten können, wie er typischerweise entdeckt wird und was Ihr nächster Schritt sein kann, wenn Sie unsicher sind.
Anzeichen für Schwangerschaftsdiabetes, die Sie beobachten können
Symptome von Schwangerschaftsdiabetes können gewöhnlichen Schwangerschaftsbeschwerden ähneln und sind daher schwer als „Beweis“ zu verwenden. Dennoch kann es beruhigend sein zu wissen, worauf es sich zu achten lohnt.
Mögliche Symptome (die auch andere Ursachen haben können)
Sie könnten Folgendes erleben:
- Erhöhter Durst
- Häufigerer Harndrang als gewöhnlich (über den „normalen“ Schwangerschaftsdruck hinaus)
- Ausgeprägte Müdigkeit, die sich anders anfühlt als Ihre übliche Schwangerschaftsmüdigkeit
- Verschwommenes Sehen
- Wiederholte Infektionen, z.B. Pilzinfektionen oder Blasenentzündungen
Wenn Sie mehrere dieser Symptome gleichzeitig erleben oder sie plötzlich und stark auftreten, ist es eine gute Idee, dies mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt zu besprechen.
Schwangerschaftsdiabetes ohne Symptome und warum dies häufig vorkommt
Viele bekommen keine deutlichen Symptome von Schwangerschaftsdiabetes. Das liegt nicht daran, dass Sie es „hätten bemerken müssen“, sondern daran, dass ein erhöhter Blutzucker sich allmählich und ohne klare Anzeichen entwickeln kann.
Deshalb können Sie es nicht immer spüren
Der Körper durchläuft bereits große hormonelle Veränderungen, und Symptome wie Müdigkeit, mehr Durst und häufige Toilettenbesuche können auch ein ganz normaler Teil der Schwangerschaft sein. Daher sind Screening und Bluttests wichtige Instrumente, wenn das Gesundheitspersonal das Risiko bewertet.
Glukosetoleranztest (OGTT) und wann Sie typischerweise getestet werden
Schwangerschaftsdiabetes wird am häufigsten durch einen Glukosetoleranztest (OGTT) oder andere Blutzuckermessungen nach ärztlicher Einschätzung festgestellt.
Was Sie tun können, wenn Sie vor Ihrem Test besorgt sind
Wenn Sie Symptome haben oder einfach eine Unruhe verspüren, die Sie nicht loslässt, sprechen Sie dies beim nächsten Termin an und fragen Sie konkret:
- „Sollte ich früher getestet werden?“
- „Gibt es Anzeichen in meinen Messungen oder Urinproben, denen wir nachgehen sollten?“
- „Auf welche Symptome sollte ich von nun an achten?“
Es ist völlig legitim, einen klaren Plan zu verlangen.
Risikofaktoren für Schwangerschaftsdiabetes
Sie können eine zusätzliche Kontrolle oder einen früheren Test angeboten bekommen, wenn Sie z.B.:
- Zuvor Schwangerschaftsdiabetes hatten
- Diabetes in der nahen Familie haben
- PCOS haben
- Zuvor ein sehr großes Kind geboren haben (von Fachpersonal beurteilt)
- Vor der Schwangerschaft einen höheren BMI hatten (individuell beurteilt)
Das ist keine „Schuldfrage“, sondern eine Möglichkeit, den Bedarf an zusätzlicher Unterstützung und Nachsorge zu erkennen.
Was Sie jetzt tun können, wenn Sie einen Verdacht haben
Sie müssen das nicht alleine lösen. Ein guter, konkreter nächster Schritt ist, Ihre Hebamme oder Ihren Arzt zu kontaktieren und Ihre Symptome zu beschreiben, wann sie begonnen haben und ob sie sich nach den Mahlzeiten ändern.
Praktische Dinge, die Sie für Ihr Gespräch notieren können
- Wann Sie am meisten Durst oder Müdigkeit verspüren
- Ob Sie nachts aufwachen, um zu urinieren (und wie oft)
- Ob Sie in letzter Zeit Infektionen hatten
- Eventuelle schnelle Veränderungen des Wohlbefindens
Das erleichtert dem Gesundheitspersonal die Einschätzung, ob Sie getestet oder enger betreut werden sollten.
Produkte für Komfort, wenn Sie im Alltag auf sich achten müssen
Wenn Ihnen mehr Bewegung im Alltag empfohlen wird, kann Komfort es leichter machen, gute Routinen beizubehalten. Manche Schwangeren können zum Beispiel von einem Stützgürtel profitieren, um Bauch und Rücken zu entlasten, wenn der Körper schwerer wird: Stützgürtel.
Wenn sich der Körper verändert, kann ein BH ohne Metallbügel auch angenehm sein, da er stützen kann, ohne zu drücken. Hier kann eine Lösung mit Gel-Unterstützung eine flexible Alternative sein: Gel-Support® Schwangerschafts- und Still-BH.
Schließlich können weiche, stützende Leggings die Bewegung im Alltag angenehmer machen: Schwangerschafts-Leggings.
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