"Jag" (Ziehen oder Schmerzen) in der Vagina kurz vor der Geburt können sowohl überraschend als auch beunruhigend sein. Für manche fühlt es sich an wie Stiche, Blitze oder ein kurzer, scharfer Schmerz tief im Becken oder um die Vaginalöffnung. Oft hängt es damit zusammen, dass das Baby tiefer liegt, dass Bänder und Gewebe durch Schwangerschaftshormone beeinflusst werden oder dass Nerven empfindlicher werden, wenn der Körper sich vorbereitet. Hier erhalten Sie praktische Anleitungen, was Sie jetzt tun können und wann Sie Ihre Hebamme oder die Geburtsabteilung kontaktieren sollten.
Stechende Schmerzen in der Vagina kurz vor der Geburt
Stechende Schmerzen können plötzlich auftreten, wenige Sekunden dauern und wieder verschwinden. Viele beschreiben es als einen "Blitz" im Unterleib. Dies kann unter anderem auftreten, wenn:
- der Kopf des Babys tiefer ins Becken drückt
- Sie die Position wechseln, Treppen steigen oder aufstehen
- eine erhöhte Spannung im Beckenboden und den umliegenden Muskeln vorliegt
Was Sie sofort tun können
Probieren Sie einfache Maßnahmen, die oft Druck und Irritationen lindern:
- Position wechseln: Legen Sie sich auf die Seite mit einem Kissen zwischen den Knien oder stehen Sie und lehnen Sie sich über einen Tisch.
- Ruhige Atmung und Entspannung von Kiefer und Schultern können dem Körper helfen, den Beckenboden "loszulassen".
- Vermeiden Sie das Pressen auf der Toilette. Verwenden Sie eventuell einen Hocker unter den Füßen, um ergonomischer zu sitzen.
Druck und Ziehen im Unterleib in der letzten Zeit der Schwangerschaft
Druck und Ziehen können sich auch wie ein schwerer Druck nach unten anfühlen, besonders wenn Sie stehen oder gehen. Dies kann ein Zeichen dafür sein, dass das Baby "herabgesunken" ist, aber es sagt nicht genau aus, wann die Geburt beginnt.
Praktische Gewohnheiten zur Entlastung
- Machen Sie mehrere kurze Pausen während des Tages, besonders wenn die Beschwerden bei Aktivität auftreten.
- Erwägen Sie warme Bäder oder eine warme Auflage auf Lendenwirbelsäule/Hüften, wenn es sich angenehm anfühlt.
- Verwenden Sie bei Bedarf Unterstützung: Manche empfinden Erleichterung durch einen Stützgurt, da dieser einen Teil des Zuges in Bauch und Lendenwirbelsäule nehmen kann. Eine Möglichkeit sind Stützgürtel.
Anzeichen, dass die Geburt naht und worauf Sie achten sollten
Ziehen in der Vagina kann gleichzeitig mit anderen Veränderungen auftreten, aber die Kombination der Symptome ist wichtig.
Typische Dinge, die Sie beobachten können
- Wehen, die regelmäßig werden und an Stärke zunehmen
- Schleimpfropf oder vermehrter Ausfluss (kann auch völlig normal sein, ohne dass die Geburt beginnt)
- dumpfes Ziehen in Lendenwirbelsäule und Unterleib, das kommt und geht
Kontaktieren Sie immer die Geburtsklinik/Hebamme, wenn Sie unsicher sind oder wenn Sie besondere Richtlinien für Ihre Schwangerschaft vereinbart haben.
Schmerzlinderung und Positionen, die bei Schmerzen in der Vagina helfen können
Wenn die "Jag" Sie stressen, können Sie sowohl mit Körperhaltung als auch mit Ruhe im Nervensystem arbeiten.
Positionen, die viele als hilfreich empfinden
- Seitenlage mit angewinkelten Beinen und einem Kissen zwischen den Knien
- Knie-Ellenbogen-Position oder vorgebeugte Haltung, wenn der Druck schwer anfühlt
- Sanfte Beckenkippungen auf einem Stuhl oder auf allen Vieren, wenn dies keine Schmerzen hervorruft
Wenn Ihre Schmerzen stark werden oder Sie zwischen den Wehen/Schmerzschüben keine Ruhe finden, kontaktieren Sie die Geburtsabteilung, um eine Beurteilung und Schmerzlinderungsmöglichkeiten zu erhalten, die zu Ihrer Situation passen.
Wann sollten Sie bei Schmerzen in der Vagina eine Hebamme oder die Geburtsabteilung kontaktieren?
Suchen Sie sofort eine Beurteilung, wenn Sie Folgendes erleben:
- Blutungen (mehr als spärliche Schmierblutungen)
- Fruchtwasserabgang oder Verdacht auf Fruchtwasser
- Fieber, Unwohlsein oder starke, anhaltende Schmerzen
- verminderte Kindsbewegungen
- Kopfschmerzen, Sehstörungen oder plötzliche Schwellungen (Kontakt gemäß lokalen Empfehlungen)
Es ist immer in Ordnung, einmal zu viel anzurufen. Sie sollten nicht "abwarten", wenn Ihr Bauchgefühl Ihnen sagt, dass etwas nicht stimmt.
Produkte, die Sie in der letzten Zeit und nach der Geburt unterstützen können
Wenn Sie Ziehen und Druck im Unterleib haben, geht es viel um Entlastung und Ruhe. Hier kann ein Maternity Support Belt als praktische Hilfe im Alltag relevant sein, wenn Sie zusätzliche Unterstützung für Bauch und Lendenwirbelsäule benötigen.
Nach der Geburt können viele auch von einer gezielten Pflege für den Intimbereich profitieren. Wenn Sie beim Toilettengang eine sanfte Spülung benötigen, kann eine Intimate Care Wash Bottle eine einfache Lösung sein, die oft in der ersten Zeit verwendet wird.
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