Übungswehen (oft auch Braxton-Hicks-Kontraktionen genannt) können sich wie ein plötzliches Anspannen im Bauch anfühlen, das kommt und geht. Für viele ist es beruhigend zu wissen, dass Übungswehen grundsätzlich ein normaler Teil der Schwangerschaft sind, aber sie können auch Zweifel aufkommen lassen: Sind es nur Übungswehen, oder setzen die Geburtswehen ein? Hier finden Sie praktische Hinweise, wann Übungswehen typischerweise beginnen, was sie auslösen kann und wann Sie medizinisches Fachpersonal kontaktieren sollten.
Wann können Übungswehen in der Schwangerschaft auftreten?
Es gibt keine feste Woche, in der Übungswehen bei allen beginnen. Einige Schwangere spüren sie erst spät in der Schwangerschaft, während andere sie früher wahrnehmen können. Das Wichtigste ist das Muster und die Entwicklung: Übungswehen sind typischerweise unregelmäßig und nehmen nicht allmählich an Stärke und Häufigkeit zu wie Geburtswehen.
Praktische Faustregel
Wenn der Bauch für kurze Zeit anspannt und dies nicht mit der Zeit immer regelmäßiger wird, spricht dies oft für Übungswehen. Im Zweifel ist es immer in Ordnung, Ihre Hebamme zu fragen.
Wie fühlen sich Übungswehen an?
Übungswehen werden oft beschrieben als:
- Ein harter Bauch, der „sich anspannt“
- Ein Druck oder eine Straffheit, die unangenehm sein kann, aber oft nicht direkt schmerzhaft ist
- Ein Gefühl, das typischerweise kurz anhält und dann wieder nachlässt
Manche spüren sie am deutlichsten bei Aktivität, beim Aufstehen oder wenn die Blase voll ist. Andere spüren sie hauptsächlich, wenn sie still liegen und zur Ruhe kommen, um die Signale des Körpers wahrzunehmen.
Übungswehen oder echte Wehen – so merken Sie den Unterschied
Es kann schwierig sein, dies zu unterscheiden, aber hier sind einige praktische Beobachtungen, die Sie verwenden können:
Anzeichen, die oft mit Übungswehen übereinstimmen
- Unregelmäßige Kontraktionen
- Sie können bei Ruhe, Entspannung, Flüssigkeitszufuhr oder Positionswechsel nachlassen
- Sie nehmen nicht kontinuierlich an Intensität zu
Anzeichen, die mit Geburtswehen übereinstimmen können
- Sie kommen regelmäßiger und immer dichter aufeinander
- Sie nehmen an Stärke zu und dauern oft länger
- Sie halten an, auch wenn Sie ruhen und die Position wechseln
Beachten Sie, dass die Symptome variieren können. Wenn Sie etwas erleben, das sich deutlich anders anfühlt als „gewöhnliche“ Übungswehen, nehmen Sie es ernst und lassen Sie es beurteilen.
Was kann Übungswehen auslösen?
Übungswehen können ohne ersichtlichen Grund auftreten, aber einige erleben sie häufiger in Verbindung mit:
- Körperlicher Aktivität oder vielen Aufgaben
- Stress oder fehlenden Pausen
- Dehydrierung (zu wenig Trinken)
- Sexueller Aktivität oder Orgasmus
- Voller Blase
Was Sie jetzt tun können
- Tempo drosseln und seitlich ausruhen
- Ein Glas Wasser trinken
- Position wechseln, wenn Sie lange gesessen oder gestanden haben
- Beachten Sie, ob sie innerhalb kurzer Zeit nachlassen
Wann sollten Sie eine Hebamme oder die Geburtsstation kontaktieren?
Kontaktieren Sie Ihre Hebamme, Ihren Arzt oder die Geburtsstation zur Beurteilung, wenn Sie Folgendes erleben:
- Regelmäßige Kontraktionen, die zunehmen
- Blutungen, Schmierblutungen, die Sie beunruhigen, oder frisches Blut
- Fruchtwasserabgang oder Verdacht auf einen Blasensprung
- Anhaltende starke Schmerzen
- Fieber oder beeinträchtigter Allgemeinzustand
- Markante Veränderung der Kindsbewegungen
- Übungswehen/Kontraktionen vor dem Termin, die Sie unsicher machen oder häufig auftreten
Es ist kein „Überreagieren“, anzurufen. Es ist ein Teil davon, auf sich und Ihr Baby aufzupassen.
Produkte, die den Komfort unterstützen können, wenn der Bauch anspannt
Wenn Übungswehen auftreten, hilft es oft, den Körper entlasten und zur Ruhe kommen zu können. Manche Schwangere profitieren von einem Stützgürtel, der im Alltag die Last auf Bauch und Lenden entlasten kann. Sehen Sie sich zum Beispiel Stützgürtel oder das Produkt Maternity Support Belt an, wenn Sie zusätzliche Unterstützung bei Aktivität wünschen. Ein weicher, flexibler Schwangerschafts-BH ohne Metallbügel kann auch einen Unterschied machen, wenn sich der Körper angespannter und empfindlicher anfühlt, z.B. der Gel-Support® Maternity Nursing Bra.
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