Bei geteilten Bauchmuskeln (Rektusdiastase) dehnt sich das Bindegewebe in der Mittellinie des Bauches, sodass die geraden Bauchmuskeln weiter auseinanderweichen. Das kann sich beunruhigend anfühlen, weil der Körper anders aussieht und sich weniger stabil anfühlen kann, aber Sie sind bei weitem nicht allein. Hier erhalten Sie einen praktischen Leitfaden dazu, was Sie typischerweise sehen können, was Sie zu Hause überprüfen können und wann es sinnvoll ist, Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Geteilte Bauchmuskeln nach der Geburt: Typische Anzeichen, die Sie sehen können
Das häufigste visuelle Zeichen ist eine deutliche Mittellinie, bei der sich der Bauch entlang der Linie vom Brustbein zum Bauchnabel und nach unten „erhebt“, besonders wenn Sie die Muskeln anspannen.
Was Sie oft im Spiegel bemerken
Sie können Folgendes erleben:
- Eine „Kegelform“ oder ein „Zelt“ in der Mitte des Bauches, wenn Sie sich aus der Rückenlage aufsetzen oder etwas heben.
- Eine Wölbung oder „Rippe“ entlang der Mittellinie bei Anstrengung.
- Dass der Bauch weicher und runder wirkt, obwohl Sie sich ansonsten gut von der Geburt erholt haben.
Es ist wichtig zu wissen, dass das Aussehen stark variieren kann und dass Sie das Ausmaß nicht sicher nur durch Hinsehen beurteilen können.
Rektusdiastase: So sieht ein „Doming“ im Bauch aus
„Doming“ ist ein Begriff, den viele verwenden, wenn der Bauch bei Belastung in der Mitte kuppelförmig hervorwölbt. Es ist ein nützliches Zeichen, auf das man achten sollte, da es darauf hindeuten kann, dass der Druck im Bauch nicht optimal verteilt wird.
Wann Doming typischerweise auftritt
Doming tritt häufig auf, wenn Sie:
- Aus dem Bett aufstehen, ohne sich auf die Seite zu rollen
- Baby, Kindersitz oder Einkaufstaschen heben
- Klassische Crunches oder Planks machen, bevor der Körper bereit ist
Wenn Sie häufig Doming sehen, kann dies ein Signal sein, die Belastung zu reduzieren und schrittweiser mit Atmung und Kernstütze zu arbeiten.
Loch im Bauch nach der Schwangerschaft: Kann man es mit den Fingern fühlen?
Viele beschreiben es als ein „Loch“ oder eine Vertiefung am Bauchnabel oder über/unter dem Bauchnabel. Sie können einen vorsichtigen Selbst-Check durchführen, aber dieser kann eine Beurteilung durch eine Fachperson nicht ersetzen.
Ein einfacher und schonender Selbsttest
- Legen Sie sich auf den Rücken mit gebeugten Knien und Füßen auf dem Boden.
- Legen Sie 1-3 Finger quer direkt am Bauchnabel an (Sie können auch etwas oberhalb und unterhalb prüfen).
- Heben Sie Kopf und Schultern ganz leicht an, wie bei einem kleinen „Crunch“.
- Fühlen Sie nach, ob ein deutlicher Abstand besteht und ob sich das Gewebe weich anfühlt oder nachgibt.
Hören Sie auf, wenn es schmerzt oder Sie deutliches Doming bekommen. Wenn Sie unsicher sind, kann eine Physiotherapeutin für die Zeit nach der Geburt oder eine Hebamme oft die größte Beruhigung verschaffen.
Test auf geteilte Bauchmuskeln: Wann sollten Sie Hilfe suchen?
Suchen Sie Hilfe, wenn Sie zum Beispiel Folgendes erleben:
- Schmerzen, Schweregefühl oder Druck nach unten im Beckenbereich
- Anhaltendes Doming bei leichten Bewegungen
- Dass Sie sich im Alltag im Rumpf „instabil“ fühlen
- Sorgen oder Unsicherheit, die Sie belasten (das ist schon Grund genug)
Eine Fachperson kann sowohl den Abstand als auch die Spannkraft des Gewebes beurteilen und Ihnen mit sicheren Übungen helfen, die zu Ihrem Körper und Ihrem Alltag passen.
Unterstützung für den Bauch im Alltag bei geteilten Bauchmuskeln
Viele profitieren für eine gewisse Zeit von einer sanften, angenehmen Unterstützung um Bauch und Rumpf, ohne dass dies ein Ersatz für die Rehabilitation sein soll. Wenn Sie im Alltag einen zusätzlichen „Halt“ wünschen, können Sie hier nachsehen:
Ein verstellbarer Stützgürtel kann bei Spaziergängen und beim Heben den Bauch und den unteren Rücken entlasten: Stützgürtel und das Produkt Maternity Support Belt. Wenn Sie hauptsächlich eine sanfte Unterstützung und eine glattere Silhouette unter der Kleidung wünschen, können Sie Shapewear und das Produkt Seamless Shapewear Nursing Top ansehen.
Wählen Sie immer etwas, das sich angenehm zum Atmen anfühlt und nicht stark auf den Bauch drückt. Wenn die Unterstützung Sie schmerzhafter macht oder mehr Doming verursacht, passen Sie sie an oder machen Sie eine Pause und lassen Sie sich gerne fachlich beraten.
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