Wenn Sie sich fragen, wo das Becken sitzt, kann es hilfreich sein, sich das Becken als „Brücke“ zwischen Ihrer Wirbelsäule und Ihren Beinen vorzustellen. Das Becken befindet sich am unteren Ende des Rumpfes, direkt unter dem Bauch und über den Oberschenkeln, und bildet einen Knochenring, der sowohl Organe schützt als auch beim Stehen, Gehen und Heben hilft.
Die Lage des Beckens im Körper
Das Becken befindet sich in der Mitte des Körpers, wo die Wirbelsäule auf den Unterkörper trifft. Hinten ist es mit dem Kreuzbein (dem dreieckigen Knochen am unteren Rücken) verbunden, und vorne treffen sich die rechte und linke Seite im Schambein. An jeder Seite bildet das Becken die Gelenkpfanne für das Hüftgelenk, in das der Oberschenkelknochen eintritt.
Eine praktische Methode, das Becken zu „finden“, ist das Ertasten der beiden Knochenvorsprünge an der Vorderseite der Hüfte (Beckenkamm und die vorderen Hüftknochen). Der Bereich zwischen diesen Strukturen, abwärts zur Leiste und rückwärts zum unteren Rücken, ist eng mit dem Beckenring verbunden.
Anatomie des Beckens – Knochen und Gelenke
Das Becken besteht hauptsächlich aus:
- Zwei Hüftknochen (rechts und links)
- Dem Kreuzbein (ein Teil der Wirbelsäule)
- Dem Schambein vorne
Gelenke und Verbindungen in diesem Bereich sind sehr wichtig für die Stabilität:
- Hüftgelenke (zwischen Becken und Oberschenkelknochen)
- Iliosakralgelenke (zwischen Kreuzbein und Darmbein)
- Symphyse (Verbindung im Schambein vorne)
So ertasten Sie die „Landmarken“ des Beckens
Stellen Sie sich aufrecht hin und legen Sie die Hände auf Ihre Hüften. Die oberste Kante, die Sie ertasten können, ist der Beckenkamm. Bewegen Sie die Finger etwas nach vorne, sodass Sie die spitzeren Knochenpunkte an der Vorderseite treffen. Diese sind nützliche Anhaltspunkte, wenn Sie versuchen zu verstehen, ob Schmerzen in der Hüfte, Leiste, im unteren Rücken oder eher „zentral“ im Becken sitzen.
Welche Funktion hat das Becken im Alltag?
Die wichtigste Funktion des Beckens ist die Kraftübertragung zwischen Oberkörper und Beinen. Wenn Sie gehen, von einem Stuhl aufstehen, Einkaufstaschen tragen oder ein Kind hochheben, hilft das Becken, die Bewegung zu stabilisieren und zu koordinieren.
Gleichzeitig schützt der Beckenring Teile der Harnwege, des Darms und (bei Frauen) der Fortpflanzungsorgane. Es ist daher ganz normal, dass Beschwerden im Beckenbereich als ein „Ausstrahlen“ in den unteren Rücken, die Leiste, das Gesäß oder die Innenseiten der Oberschenkel empfunden werden können, ohne dass es unbedingt einfach ist, einen genauen Punkt zu benennen.
Schmerzen im Becken – typische Bereiche und was Sie tun können
Beckenschmerzen können an verschiedenen Stellen auftreten: vorne am Schambein, in der Leiste, im Gesäß um die SI-Gelenke oder als Müdigkeit/Schmerz im unteren Rücken. In der Schwangerschaft kann der Bereich empfindlicher werden, da das Körpergewebe beeinflusst wird und sich die Belastung mit Bauch und Haltung ändert.
Praktische, schonende nächste Schritte
- Achten Sie auf Muster: Wann treten die Schmerzen auf und was lindert sie?
- Belastung verteilen: Wechseln Sie regelmäßig die Position und vermeiden Sie es, längere Zeit auf einem Bein zu stehen, wenn dies Beschwerden hervorruft.
- Suchen Sie bei anhaltenden Schmerzen eine fachliche Beurteilung: Ein Arzt oder Physiotherapeut kann helfen, abzuklären, ob es sich z.B. um Hüft-, Lenden- oder Beckenbeschwerden handelt.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf bei z.B. plötzlichen starken Schmerzen nach einem Sturz/Trauma, Fieber in Kombination mit Schmerzen, Empfindungsstörungen in den Beinen oder Problemen beim Wasserlassen/Stuhlgang.
Lage und Beziehung des Beckenbodens zum Becken
Der Beckenboden befindet sich am Boden des Beckens als eine Schicht aus Muskeln und Bindegewebe, die sich vom Schambein vorne bis zum Steißbein hinten und zu den Seiten erstreckt. Er stützt die Organe und trägt zur Kontrolle über Blase und Darm bei. Wenn Sie ein Schweregefühl, Undichtigkeiten oder Druck nach unten verspüren, kann es sinnvoll sein, mit einem Fachmann mit Wissen über den Beckenboden zu sprechen, insbesondere nach Schwangerschaft und Geburt.
Relevante Produkte bei Beckenbeschwerden (insbesondere während der Schwangerschaft)
Wenn Sie schwanger sind und feststellen, dass Becken und Lendenbereich im Alltag müde werden, kann ein Stützgürtel ein praktisches Hilfsmittel sein, das bei Aktivität entlasten kann. Sie können die Kollektion Stützgürtel oder ein konkretes Maternity Support Belt ansehen. Nach der Geburt können manche von einer sanften Unterstützung um Bauch und Rumpfmuskulatur profitieren, z.B. einem Post-Birth Belly Binder, wenn es sich angenehm anfühlt und die Atmung oder den Komfort nicht beeinträchtigt.
Kommentar hinterlassen