Eine Eipollösung ist eine innere Hebammen- oder gynäkologische Untersuchung, bei der versucht wird, mit einem Finger die Fruchthüllen am unteren Teil der Gebärmutterwand, nahe des Gebärmutterhalses, leicht zu lösen. Ziel ist es, die natürliche Geburtsreife des Körpers zu stimulieren, damit die Geburt von selbst beginnen kann. Eine Eipollösung ist nicht dasselbe wie ein „Blasensprung“, und sie garantiert nicht den Beginn der Geburt.
Eipollösung – so läuft es in der Praxis ab
Bei einer Eipollösung führt die medizinische Fachkraft zunächst eine vaginale Untersuchung durch, um zu beurteilen, ob der Gebärmutterhals zugänglich ist. Wenn möglich, wird ein Finger bis zum Gebärmutterhals vorgeschoben und eine kreisende Bewegung ausgeführt, um die Membranen lokal zu lösen.
Was spüren Sie während der Eipollösung?
Viele empfinden Unbehagen, Druck oder menstruationsähnliche Schmerzen, aber das Empfinden variiert. Es kann helfen, sich auf die Atmung zu konzentrieren und Pausen zu erbitten. Sie dürfen Bescheid sagen, wenn es zu sehr schmerzt.
Wann wird eine Eipollösung typischerweise angeboten?
Eine Eipollösung wird oft kurz vor oder nach dem Termin als kleiner Eingriff in Betracht gezogen, bevor gegebenenfalls eine medizinische Einleitung erfolgt. Ob dies für Sie relevant ist, hängt unter anderem davon ab, wie „reif“ der Gebärmutterhals ist, wie lange die Schwangerschaft dauert und welche Risikofaktoren vorliegen.
Fragen Sie Ihre Hebamme nach Ihren Voraussetzungen
Praktische Fragen könnten sein:
- Ist mein Gebärmutterhals ausreichend geöffnet, damit eine Eipollösung durchgeführt werden kann?
- Was ist in meiner Situation das Ziel – eine medizinische Einleitung zu vermeiden oder einen geplanten Verlauf zu beschleunigen?
- Worauf muss ich danach achten?
Wirkt die Eipollösung – und wie schnell?
Die Wirkung variiert von Person zu Person. Manche Frauen kommen innerhalb der nächsten 24 Stunden oder weniger Tage spontan in den Geburtsverlauf, während andere keinen deutlichen Unterschied bemerken. Daher ist es wichtig, mit realistischen Erwartungen an die Eipollösung heranzugehen: Es kann ein Versuch sein, den körpereigenen Prozess zu unterstützen, aber es ist keine sichere Methode.
Nebenwirkungen und Risiken der Eipollösung
Nach einer Eipollösung können leichte Blutungen, Schmierblutungen, Druckempfindlichkeit und Vorwehen auftreten. Dies kann normal sein, aber Sie sollten die Anweisungen Ihrer Hebamme oder der Entbindungsstation befolgen.
Wann sollten Sie sich an die Entbindungsstation wenden?
Suchen Sie Hilfe, wenn Sie Folgendes erleben:
- Starke Blutungen (mehr als eine normale Menstruation)
- Anhaltende starke Schmerzen, die Sie nicht mit Ruhe und Atmung lindern können
- Fieber oder Krankheitsgefühl
- Verdacht auf Blasensprung
- Deutlich verminderte Kindsbewegungen
Vorbereitung und was Sie danach tun können
Planen Sie den Rest des Tages so, dass Sie sich ausruhen können. Manche bevorzugen danach einen Spaziergang und leichte Bewegung, andere ruhen sich lieber aus – beides kann in Ordnung sein, wenn Sie auf Ihren Körper hören. Haben Sie auch einen Plan, wen Sie kontaktieren, wenn Sie sich unsicher fühlen wegen Blutungen, Schmerzen oder Wehen.
Wenn Sie am Ende der Schwangerschaft unter Becken- oder Rückenschmerzen leiden, kann ein Stützgürtel eine praktische Hilfe im Alltag sein, auch in den Tagen rund um die Geburtsvorbereitung. Ein Beispiel finden Sie in der Kategorie Stützgürtel, wo Sie einen Schwangerschaftsgürtel wie den Maternity Support Belt finden können. Dies ändert nichts an der Eipollösung selbst, kann aber für mehr Komfort sorgen, wenn der Körper schwer und belastet ist.
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