Geschwollene Füße und Knöchel (oft als Ödeme bezeichnet) sind häufig und können viele verschiedene, völlig harmlose Ursachen haben, aber auch ein Zeichen für etwas sein, das von einem Arzt beurteilt werden sollte. Ziel ist es, Ihnen praktische Schritte zur Beurteilung der Schwellung, zur Linderung im Alltag und zur Kenntnis des richtigen Zeitpunkts für die Suche nach Hilfe zu geben.
Ursachen für geschwollene Füße und Knöchel
Schwellungen treten typischerweise auf, wenn sich Flüssigkeit im Gewebe der Füße, Knöchel oder Unterschenkel ansammelt. Für viele hängt dies mit der Belastung während des Tages zusammen, aber es kann auch eine zugrundeliegende Erklärung geben.
Häufige und oft weniger schwerwiegende Ursachen können sein:
- Langes Sitzen oder Stehen.
- Schwangerschaft (der Körper neigt dazu, Flüssigkeit leichter einzulagern, und der Druck in den Beinen kann ansteigen).
- Verstauchung oder Überlastung im Bereich des Knöchels/Fußes.
- Bestimmte Medikamente können Flüssigkeitsansammlungen als Nebenwirkung verursachen.
Ursachen, die von medizinischem Fachpersonal beurteilt werden sollten, können unter anderem sein:
- Venöse Insuffizienz (wenn das Blut schlechter aus den Beinen zurückfließt).
- Lymphödem (beeinträchtigter Lymphabfluss).
- Infektion oder Entzündung.
- Blutgerinnsel im Bein (tiefe Venenthrombose - TVT), insbesondere wenn die Schwellung einseitig ist und von Schmerzen oder Wärme begleitet wird.
Symptome und Anzeichen, auf die Sie achten sollten
Es ist hilfreich, Muster zu notieren, da diese oft eine Richtung vorgeben.
Anzeichen, die Sie zu Hause überprüfen können
- Ist die Schwellung in beiden Beinen oder nur in einem? Einseitige Schwellungen werden häufiger beurteilt.
- Entsteht eine Vertiefung, wenn Sie 5-10 Sekunden lang auf die Haut drücken? Dies wird als „Pitting“ bezeichnet und kann ein nützliches Beobachtungszeichen sein.
- Ändert sich die Schwellung im Laufe des Tages? Notieren Sie, ob sie zunimmt oder nach Ruhe abnimmt.
- Gibt es Schmerzen, Rötungen, Wärme, straffe Haut oder Wunden, die nicht heilen wollen? Notieren Sie, wann es begonnen hat.
So können Sie Schwellungen an Knöcheln und Füßen reduzieren
Viele können einfache Maßnahmen ausprobieren, während sie die Entwicklung beobachten.
Praktische Maßnahmen im Alltag
- Beine hochlegen: Legen Sie sich hin und heben Sie die Beine so an, dass die Füße für kurze Zeit über Herzhöhe liegen.
- Knöchel häufig bewegen: Führen Sie eine „Venenpumpe“ durch, indem Sie den Fuß auf und ab wippen und Kreise mit den Knöcheln machen.
- Regelmäßig die Position wechseln: Kurze Gehpausen können den Kreislauf anregen.
- Vermeiden Sie enges Schuhwerk und enge Sockenbündchen, die zu Abschnürungen führen können.
Wenn Sie schwanger sind, kann es auch helfen, ruhigere Pausen einzuplanen und besonders darauf zu achten, ob sich die Schwellung plötzlich ändert.
Wann sollten Sie bei geschwollenen Knöcheln einen Arzt kontaktieren?
Suchen Sie schnellstmöglich einen Arzt auf (und rufen Sie bei akuten Symptomen die 112 an), wenn Sie Folgendes bemerken:
- Plötzliche Schwellung in einem Bein, insbesondere mit Schmerzen, Wärme oder Rötung.
- Schwellung zusammen mit Atemnot, Brustschmerzen oder ausgeprägtem Unwohlsein.
- Schwellung, die sich innerhalb kurzer Zeit deutlich verschlimmert oder trotz Selbsthilfe nicht bessert.
- Schwangerschaft und plötzliche Schwellung, insbesondere wenn Sie sich gleichzeitig deutlich unwohl fühlen, starke Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Schmerzen im Oberbauch haben (muss beurteilt werden).
So bereiten Sie sich auf eine Untersuchung vor
Notieren Sie gerne: Dauer, ob ein- oder beidseitig, Schmerzen, kürzliche Verletzungen, Medikamente und ob sich das Gewicht geändert hat. Das macht die Konsultation präziser.
Geschwollene Füße und Knöchel in der Schwangerschaft und nach der Geburt
Während der Schwangerschaft sind geschwollene Füße und Knöchel häufig, da sich das Blutvolumen ändert und der Druck auf die Venen im Unterkörper steigen kann. Nach der Geburt kann auch der Flüssigkeitshaushalt für eine gewisse Zeit schwanken. Hier gilt dasselbe Prinzip: Leichte, allmähliche Schwellungen können oft mit hochgelagerten Beinen, Bewegung und Pausen behandelt werden, während plötzliche Veränderungen oder alarmierende Begleitsymptome beurteilt werden müssen.
Wenn Sie während der Schwangerschaft Unterstützung für Ihren Körper benötigen, kann ein Stützgürtel als Komfortmaßnahme bei Schweregefühlen und Belastungen, die manche gleichzeitig mit Schwellungen erleben, relevant sein. Ein Beispiel finden Sie hier: Stützgürtel und speziell Maternity Support Belt.
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