Schmerzen zwischen den Beinen während der Schwangerschaft können sich unterschiedlich äußern: von Schambein- und Leistenschmerzen bis hin zu einem schweren, drückenden Gefühl im Beckenbereich. Es ist oft ungefährlich, kann aber frustrierend sein, da es das Gehen, Schlafen und ganz normale Alltagsbewegungen beeinflusst. Hier erhalten Sie praktische Anleitungen, was Sie jetzt tun können und wann es ratsam ist, Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Schmerzen im Schambein während der Schwangerschaft (Symphysenschmerzen)
Viele beschreiben „Schmerzen zwischen den Beinen“ als Schmerzen vorne im Becken am Schambein. Es können stechende Schmerzen, Druckempfindlichkeit oder ein Gefühl des „Nachgebens“ sein, insbesondere beim Gehen, Treppensteigen, Umdrehen im Bett oder Stehen auf einem Bein (z.B. beim Anziehen einer Hose).
Was Sie im Alltag tun können
- Bewegungen symmetrisch halten: Machen Sie kleine Schritte und vermeiden Sie es, die Hüfte zur Seite zu drehen.
- Halten Sie die Knie beim Drehen im Bett und beim Ein- und Aussteigen aus dem Auto zusammen.
- Planen Sie Pausen ein: Kürzere Spaziergänge können besser sein als ein langer.
Wenn Sie anhaltende Schmerzen haben, sprechen Sie am besten mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt, der den Bedarf an Physiotherapie oder spezifischen Übungen beurteilen kann.
Beckenschmerzen während der Schwangerschaft (Beckenlockerung/PGP)
Beckenschmerzen in der Schwangerschaft können sowohl vorne am Schambein, seitlich an den Hüften als auch hinten im unteren Rücken und Gesäß auftreten. Einige spüren es am meisten nach Aktivität, andere bereits beim normalen Gehen.
Entlastung, die oft hilft
- Wechseln Sie zwischen Sitzen und Stehen und vermeiden Sie es, lange Zeit still zu stehen.
- Nutzen Sie Unterstützung bei Aufgaben wie Einkaufen und Kochen (z.B. lehnen Sie sich leicht an die Küchenzeile).
- Ziehen Sie in Betracht, Heben und einseitige Bewegungen zu reduzieren, wenn diese Schmerzen auslösen.
Leistenschmerzen während der Schwangerschaft (Bänderschmerzen)
Schmerzen in der Leiste oder ein „Ziehen“ an der Seite des Unterleibs können darauf zurückzuführen sein, dass die Bänder (Ligamente) um die Gebärmutter belastet werden, wenn sich der Körper verändert. Dies ist besonders bei plötzlichen Bewegungen, Husten, Niesen oder schnellem Aufstehen spürbar.
Kleine Anpassungen, die das Unbehagen lindern können
- Stehen Sie langsam auf und stützen Sie sich mit den Händen ab.
- Versuchen Sie, den Beckenboden und die tiefen Bauchmuskeln leicht anzuspannen, bevor Sie die Position wechseln.
- Ein warmes Bad oder eine Wärmflasche kann für manche angenehm sein, aber hören Sie auf, wenn es sich verschlimmert.
Druckgefühl im Unterleib während der Schwangerschaft
Ein drückendes Gefühl nach unten kann durch erhöhtes Gewicht und Druck im Becken entstehen, insbesondere später in der Schwangerschaft. Manche erleben auch Schwellungen im Unterleib, da sich die Durchblutung und die Neigung zu Flüssigkeitsansammlungen ändern.
Praktische Ratschläge bei Schweregefühl und Druck
- Legen Sie sich auf die Seite und ruhen Sie sich aus, gerne mit einem Kissen zwischen den Knien.
- Bevorzugen Sie Schuhe mit guter Unterstützung und vermeiden Sie lange Perioden in derselben Position.
- Wenn der Druck zusammen mit neuen Symptomen (z.B. Blutungen oder regelmäßigen Schmerzen) auftritt, sollten Sie sich untersuchen lassen.
Wann sollten Sie einen Arzt oder eine Hebamme kontaktieren?
Suchen Sie eine Untersuchung auf, wenn Sie Folgendes erleben:
- Plötzliche oder starke Schmerzen, die in Ruhe nicht nachlassen
- Blutungen, Fieber oder beeinträchtigter Allgemeinzustand
- Fruchtwasserabgang oder regelmäßige Schmerzen, die Wehen ähneln könnten
- Sie können das Bein nicht belasten oder haben ausgeprägte Hinken/Schmerzen bei jedem Schritt
Ihr Bauchgefühl zählt auch. Lieber einmal zu viel fragen als einmal zu wenig.
Produkte, die bei Schmerzen zwischen den Beinen unterstützen können (1-3 Möglichkeiten)
Wenn Ihre Beschwerden mit Beckenbelastung zusammenhängen, kann sanfte Unterstützung im Alltag eine praktische Hilfe sein, insbesondere beim Gehen und bei stehenden Aktivitäten. Sie können beispielsweise Stützgürtel und konkret den Maternity Support Belt in Betracht ziehen, der Entlastung um Bauch und Becken bieten kann. Manche profitieren auch von stützenden Unterteilen wie Schwangerschaftsstützhöschen, z.B. dem Seamless Maternity Support Panty, das bei Druck und Unbehagen im Beckenbereich stabilisierender wirken kann.
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