Wenn sich der Geburtstermin nähert, kann der Körper kleine und große Anzeichen geben, dass die Geburt bevorsteht. Einige Frauen erleben deutliche Veränderungen, während andere kaum etwas spüren, bevor die Wehen einsetzen. Hier erhalten Sie einen praktischen Überblick über die häufigsten Anzeichen einer bevorstehenden Geburt, was sie bedeuten können und wann es sinnvoll ist, die Geburtsabteilung oder Ihre Hebamme zu kontaktieren.
Übungswehen und regelmäßige Wehen
Übungswehen sind die „Trainingswehen“ der Gebärmutter. Sie können sich wie ein harter Bauch, Druck oder menstruationsähnliches Ziehen anfühlen und unregelmäßig auftreten. Bei vielen nehmen sie in den Tagen oder Wochen vor der Geburt zu, ohne dass dies unbedingt bedeutet, dass die Geburt sofort beginnt.
So unterscheiden Sie in der Praxis
Als Faustregel gilt, dass Wehen eher ein Zeichen für die Geburt sind, wenn sie:
- regelmäßig kommen und häufiger werden
- länger andauern
- an Stärke zunehmen
- andauern, auch wenn Sie die Position wechseln, sich ausruhen oder duschen
Im Zweifelsfall lieber einmal zu oft als zu selten anrufen und eine fachliche Beurteilung einholen.
Schleimpfropf und Zeichnungsblutung
Viele bemerken, dass der Schleimpfropf (zäher, gelartiger Schleim vom Gebärmutterhals) in den Tagen vor der Geburt abgeht. Er kann als Ganzes oder in Klumpen abgehen und kann klar, gelblich oder leicht blutbeimengt sein.
Eine geringe Menge blutbeimengten Schleims wird oft als Zeichnungsblutung bezeichnet und kann damit zusammenhängen, dass der Gebärmutterhals reift und sich zu öffnen beginnt. Dies ist typischerweise ein normales Zeichen, aber Menge und Kontext sind wichtig.
Wann sollten Sie reagieren?
Kontaktieren Sie die Geburtsabteilung/Hebamme, wenn Sie frische Blutungen wie bei der Menstruation oder mehr haben, oder wenn Sie gleichzeitig starke Schmerzen haben oder sich unsicher fühlen.
Blasensprung und Fruchtwasserabgang
Ein Blasensprung kann ein deutliches „Platschen“ sein, es kann aber auch langsam tröpfeln. Wenn Sie vermuten, dass Sie Fruchtwasser verloren haben, ist es ratsam, die Geburtsabteilung zur Beratung zu kontaktieren. Sie können helfen zu beurteilen, ob es sich um einen Blasensprung handelt und was die nächsten Schritte sind.
Gute Beobachtungen, die Sie bereithalten sollten
Wenn Sie anrufen, kann es hilfreich sein zu wissen:
- Zeitpunkt des Blasensprungs/Tröpfelns
- Farbe (klar, rosa, grün oder braun)
- Geruch (Fruchtwasser riecht oft mild)
- ob sich das Baby wie gewohnt bewegt
Grünes oder braunes Fruchtwasser muss schnell beurteilt werden.
Druck nach unten, Bauchsinken und körperliche Veränderungen
Wenn das Baby tiefer ins Becken rutscht, können Sie mehr Druck nach unten, häufigere Toilettengänge und vielleicht ein Stechen oder Ziehen im Unterleib verspüren. Einige erleben auch, dass der Bauch „sinkt“, sodass das Atmen leichter, aber das Gehen über längere Strecken schwerer wird.
Weitere häufige Veränderungen können sein:
- Rückenschmerzen oder menstruationsähnliche Schmerzen
- weicher Stuhl oder Übelkeit
- ein ausgeprägter Drang zum Putzen, Aufräumen und „Fertigwerden“ (für manche, nicht für alle)
Diese Anzeichen können die Art und Weise sein, wie sich der Körper vorbereitet, aber sie sagen nicht genau, wann die Geburt beginnt.
Wann sollten Sie die Geburtsabteilung kontaktieren?
Als praktische Richtlinie sollten Sie die Geburtsabteilung oder die entsprechende Notrufnummer kontaktieren, wenn Sie Folgendes erleben:
- Blasensprung (plötzlich oder tröpfelnd)
- regelmäßige, zunehmende Wehen
- weniger Kindsbewegungen als normal
- starke Blutungen
- starke, anhaltende Schmerzen, die nicht in Wellen wie Wehen kommen
- Fieber oder deutliches Krankheitsgefühl kurz vor der Geburt
Befolgen Sie immer die lokalen Richtlinien, die Sie von Ihrer Hebamme oder Ihrem Geburtsort erhalten haben.
Produkte, die in der Wartezeit sinnvoll sein können (1-3 Stk.)
Wenn sich der Körper vorbereitet, können Komfort und Unterstützung den Alltag erleichtern, besonders bei Druck und Rückenschmerzen. Ein verstellbarer Stützgürtel kann Bauch und Rücken entlasten, wenn Sie in der letzten Phase der Schwangerschaft zusätzliche Unterstützung benötigen: Stützgürtel / Schwangerschaftsgürtel. Und wenn Sie schon jetzt ruhig auf die Zeit nach der Geburt vorbereitet sein möchten, kann ein komplettes Nachsorgepaket praktisch sein, um es bereitstehen zu haben: New Mum Care Pack.
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