Wunde Brustwarzen beim Stillen sind etwas, das viele Frauen besonders am Anfang erleben, und es kann schnell entmutigend sein, selbst wenn Sie Ihr Bestes geben. Die gute Nachricht ist, dass Schmerzen oft mit konkreten Dingen zusammenhängen, die man anpassen kann: die Saugtechnik des Babys, Ihre Stillposition oder wie die Brustwarzen zwischen den Stillzeiten zur Heilung kommen. Hier erhalten Sie eine praktische, schrittweise Anleitung zur Linderung der Beschwerden und erfahren, wann Sie Hilfe suchen sollten.
Ursachen für wunde Brustwarzen beim Stillen
Die häufigste Ursache ist, dass das Baby nicht tief genug an der Brust ansetzt. Wenn das Baby nur an der Brustwarze saugt, entsteht mehr Reibung und Druck, was zu Rötungen, Wundsein und Rissen führen kann.
Andere häufige Ursachen können sein:
- Ungünstige Stillposition, bei der der Kopf des Babys nicht gut gestützt ist oder der Körper nicht zu Ihnen zeigt.
- Gespanntes oder überfülltes Brustgewebe, das es dem Baby erschweren kann, tief anzusetzen.
- Irritation durch Feuchtigkeit (Stilleinlagen, die nicht oft genug gewechselt werden) oder durch häufiges Waschen/Seife.
- Mögliche Infektion (z.B. Pilze oder Bakterien), insbesondere wenn die Schmerzen anhaltend sind, zunehmen oder deutliche Wunden, glänzende Haut, brennende Schmerzen oder andere Symptome auftreten.
Richtige Saugtechnik und Stillpositionen gegen Stillprobleme
Kleine Anpassungen können einen großen Unterschied machen. Ziel ist es, dass das Baby einen großen Mundvoll Brust nimmt, nicht nur die Brustwarze.
Checkliste für besseres Anlegen
- Halten Sie das Baby dicht an sich, Bauch an Bauch.
- Stellen Sie sicher, dass die Nase auf Höhe der Brustwarze ist, damit das Baby automatisch das Kinn anhebt und weit den Mund öffnet.
- Warten Sie auf ein großes Gähnen und führen Sie das Baby schnell an die Brust (nicht die Brust zum Baby).
- Das Kinn des Babys sollte die Brust berühren, und die Lippen sollten typischerweise nach außen gestülpt sein.
Wenn es während des gesamten Stillvorgangs schmerzt, ist das ein Zeichen dafür, dass das Anlegen oder die Position wahrscheinlich angepasst werden muss. Lassen Sie sich bei Unsicherheiten gerne von einer Hebamme oder Stillberaterin beraten.
Pflege wunder Brustwarzen und Risse
Wenn die Brustwarzen gereizt sind, konzentriert sich die Pflege vor allem darauf, die Reibung zu reduzieren und die Haut zu beruhigen.
Praktische Schritte zwischen den Stillzeiten
- Lassen Sie die Brustwarzen nach dem Stillen an der Luft trocknen, wenn möglich.
- Wechseln Sie Stilleinlagen häufig, wenn sie feucht werden.
- Vermeiden Sie unnötige Seife an der Brustwarze, da dies die Haut austrocknen kann.
- Beginnen Sie das Stillen ggf. zuerst an der weniger schmerzhaften Brust, da das Baby am Anfang oft am kräftigsten saugt.
Bei Rissen kann es besonders wichtig sein, das Anlegen des Babys überprüfen zu lassen, damit die Wunde in Ruhe heilen kann.
Wann sollten Sie bei Schmerzen in der Brustwarze Hilfe suchen?
Suchen Sie Hilfe bei einer Hebamme, einem Arzt oder einer Stillberaterin, wenn:
- Der Schmerz stark ist oder sich nach Anpassung des Anlegens/der Position nicht bessert.
- Sie Fieber, grippeähnliche Symptome oder einen roten, warmen und harten Bereich an der Brust bekommen.
- Es Wunden gibt, die nicht heilen wollen, oder der Verdacht auf eine Infektion besteht (z.B. brennende Schmerzen, glänzende/rote Haut, Schmerzen zwischen den Stillzeiten).
- Das Stillen so schmerzhaft wird, dass Sie versuchen, es zu vermeiden.
Es ist nicht Sinn der Sache, dass Sie „die Zähne zusammenbeißen“. Frühzeitige Hilfe kann oft verhindern, dass das Problem größer wird.
Vorbeugung wunder Brustwarzen während der Stillzeit
Vorbeugung besteht hauptsächlich darin, gute Bedingungen für ein ruhiges Stillen zu schaffen:
- Lassen Sie die Saugtechnik frühzeitig überprüfen, insbesondere wenn Sie bereits Wundsein haben.
- Variieren Sie gerne die Stillpositionen, damit nicht immer dieselbe Stelle der Brustwarze belastet wird.
- Verwenden Sie weiche, stützende Materialien, damit die Brust keinem zusätzlichen Druck und Reibung ausgesetzt ist.
- Vermeiden Sie BHs mit Metallbügeln, da diese drücken und möglicherweise Brustgewebe und Milchgänge reizen können.
Produkte, die den Komfort unterstützen können (optional)
Wenn Sie den Alltag schonender gestalten möchten, können weiche und atmungsaktive Hilfsmittel relevant sein:
- Stilleinlagen, die helfen, die Haut trocken zu halten und Irritationen zu mindern.
- Ein stützender Still-BH ohne Metallbügel, der entlasten und Ruhe zwischen den Stillzeiten bieten kann, z.B. der Gel-Support Maternity Nursing Bra.
- Für die Nacht kann ein weicher Schlaf-BH das Stillen bequemer machen, ohne unnötigen Druck auszuüben, z.B. der Sleeping Nursing Bra.
Wenn Sie unsicher bezüglich Größe oder Passform sind, kann es von Vorteil sein, eine Größentabelle zu verwenden und etwas zu wählen, das sich leicht anfühlt und nicht drückt.