Woran erkennt man, ob das Baby beim Stillen genug Milch bekommt ?
Liebes Kind, es wird dir selbst die Antwort geben, ob es genug Milch bekommt.
So einfach ist das.
Und doch ist es auch leicht, unsicher und besorgt zu werden.
Falls ja, lesen Sie unten weiter.
Es macht einen Unterschied, ob wir über Stillen und „genug Milch“ sprechen, bevor oder nachdem die Milch eingeschossen ist, was 2-5 Tage nach der Geburt der Fall ist.
Kolostrum
Bevor Ihre Muttermilch einschießt, produzieren Sie Kolostrum. Es ist gelblich, fettreich und so nahrhaft, dass Ihr Baby nur wenige Tropfen benötigt. Sobald Ihre Muttermilch einschießt, ist sie dünner, bläulicher und die Menge richtet sich nach Angebot und Nachfrage – also nach dem Bedarf Ihres Babys.
Hier können Sie mehr über die verschiedenen Arten von Muttermilch lesen. https://carriwell.com/da/modermaelkens-sammensaetning/
Bekommt das Baby genug Milch?
Wenn wir darüber sprechen, ob ein Baby genug Milch bekommt, meinen wir fast immer die Zeit nach dem Milcheinschuss. Eine Zeit, die sich tatsächlich über den gesamten Stillprozess erstreckt.
Zweifel daran, ob das Baby genügend Milch erhält, können jederzeit während der Stillzeit auftreten.
Seien Sie versichert, dass dies völlig normal ist.
Der Stillprozess verläuft nicht in allen Monaten gleich. Der Appetit des Babys ändert sich, Sie könnten eine Grippe bekommen, das Baby hat Phasen, in denen es mehr an seiner Umgebung als am Essen interessiert ist usw. Stillen ist ein sich verändernder Prozess.
Unterschiede zwischen Stillen und Flaschenernährung
Einer der größten Unterschiede zwischen Stillen und Flaschenfütterung besteht darin, dass man beim Stillen nicht weiß, wie viele Milliliter Milch das Baby tatsächlich trinkt. Das bereitet manchen Eltern Sorgen, insbesondere wenn sie zuvor ein Flaschenkind hatten und nun stillen.
Es kann sich wie ein direkter Kontrollverlust anfühlen. In gewisser Weise ist es das auch. Und das ist gut so. Denn nicht Sie als Elternteil müssen entscheiden, wie viele Milliliter Muttermilch Ihr Baby beim Stillen bekommt. Das Baby selbst muss das regulieren. Und dann müssen wir wieder darauf achten, ob Ihr Baby genug Muttermilch erhält, also müssen Sie es beobachten.
Ihr Kind gibt die Antwort.
Ihr Baby bekommt genug Milch
Konkret sollten Sie und ich auf Folgendes achten:
- Erscheint das Baby zu den Mahlzeiten – zeigt es also deutliche Anzeichen von Hunger?
- Trinkt das Baby regelmäßig an der Brust – wirkt es danach satt und zufrieden?
- Baby schläft friedlich
- Ist das Baby während des Windelwechselns und der Mahlzeiten wach und entspannt? (Ja, das Baby darf ab und zu weinen. Weinen ist eine Art der Kommunikation.)
- Dem Baby geht es die meiste Zeit gut und es ist nicht lethargisch.
- Das Baby hat eine schöne rosige Hautfarbe, nicht grau oder blass.
- Folgt das Baby seinem eigenen Wachstumszyklus? – Das überprüft die Kinderkrankenschwester.
- Die Windeln für Babys entsprechen den Beschreibungen in dieser hilfreichen Broschüre: https://www.sst.dk/-/media/Udgivelser/2022/Boernesundhed/TjekBleen_web.ashx?sc_lang=da&hash=E0D695A364E6CEF3B8251402E1EBDAB4
Wie Sie sehen können, ist es durchaus real, dass ein Baby zeigt, ob es genug Milch bekommt.
Lassen Sie sich von Fachleuten beraten.
Wenn Sie weiterhin besorgt oder nervös sind, empfehle ich Ihnen, sich an Ihre Hebamme oder eine freiberufliche Hebamme wie mich zu wenden. Niemand sollte sich ständig unwohl fühlen. Und falls es tatsächlich Anzeichen dafür gibt, dass Ihr Baby nicht ausreichend Milch bekommt, kann es hilfreich sein, professionelle Unterstützung zu haben.
Sie können sich auch an Ihre Familie, Freunde, eine Müttergruppe, Kollegen oder andere wenden. Bedenken Sie jedoch, dass diese Personen aus eigener Erfahrung sprechen und nicht über die fachliche Kompetenz verfügen, ihre Meinung zu Ihrer Situation, Ihren Brüsten, Ihrem Baby und den Hintergründen Ihrer Bedenken zu stützen. Ihre Freunde und Familie kennen Sie hingegen gut und können Ihnen wertvolle Unterstützung und Ermutigung bieten. Familie, Netzwerke und Fachleute können alle auf ihre Weise hilfreich sein.
Also, Liebes, schau dir das Baby an und finde selbst heraus, ob es genug Muttermilch bekommt.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben alles Gute.
In herzlicher Zuneigung
Siff Stephenson, Herzhebamme
Autorin Siff Hjerte, Die Hebamme